13. Dezember 2010

Die freien Theater dürfen bei knapper werdenden freien Kassen auf keinen Fall die Verlierer sein

Die freien Theater dürfen bei knapper werdenden freien Kassen auf keinen Fall die Verlierer sein

Die Bundestagsabgeordnete Ingrid Nestle, Bündnis 90/die Grünen,  informierte sich bei der  Theaterwerkstatt Pilkentafel vor Ort über die Situation des freien Theaters.

Die freien Theater dürfen bei knapper werdenden freien Kassen auf keinen Fall die Verlierer sein: Sie sind ein besonderes, nicht ersetzbares Element in der Kulturszene. Aufgrund ihrer kleineren und demokratischeren Strukturen sind sie viel beweglicher als andere Institutionen. So haben sie ein unverzichtbares Potential die Gesellschaft kritisch zu hinterfragen und neue Denkmuster aufzuzeigen. Dazu Elisabeth Bode: „Die freie Theaterszene soll sich nicht nur auf die Großstädte beschränken, gerade in kleineren Städten wie Flensburg können die Kulturschaffenden nah an der Bevölkerung sein.“

Kritisch zu sehen ist daher die Förderpolitik der Bundesregierung, die große, bekannte Institutionen bevorzugt. Vor allem aber zeigen sich hier die Auswirkungen der Bundespolitik, die ständig Finanzentscheidungen zu Lasten der Länder und Kommunen trifft. Zum Beispiel haben die Entscheidungen der Bundespolitik in den Jahren 2008-2010 die Kommunen in Schleswig-Holstein 284 Millionen gekostet und das Land noch einmal 397 Millionen. Dadurch bleibt den Kommunen kaum Spielraum zur Förderung der Kultur. Dazu Ingrid Nestle: „Dabei sind gerade die Gremien vor Ort am besten geeignet, Förderung effizient einzusetzen. Der Bund muss den Kommunen den notwendigen finanziellen Spielraum lassen.“