Seekabel nach Norwegen – Regierung steht auf der Leitung
Anlässlich des Rückzugs der Antragsunterlagen bei Bundesnetzagentur und EU-Kommission für den Bau eines Seekabels zwischen Deutschland und Norwegen durch das Norger-Konsortium, erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:
Dass das Norger–Konsortium jetzt seine Anträge bei Bundesnetzagentur und EU-Kommission zurückgezogen hat, ist eine Bankrotterklärung für die Energiepolitik der Bundesregierung. Vor allem der Wirtschaftsminister hat es versäumt, Farbe zu bekennen und sich in der EU und im Austausch mit Norwegen für das Seekabel einzusetzen. Wenn die Bundesregierung schon bei der Genehmigung eines Seekabels an ihre Grenzen stößt, wie soll sie da die Energiewende schaffen?
Zudem verhindern auch die Koalitionsfraktionen im Umweltausschuss seit Monaten Gespräche zur Energie-Kooperation mit Norwegen.
Wir brauchen die europäische Vernetzung der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten. Der Verbindung der Windkraft an der windreichen Nordsee mit den Wasserkraftwerken in Norwegen kommt für eine erneuerbare Energiewende größte Bedeutung zu. Wir brauchen endlich eine gemeinsame Energiestrategie mit Norwegen, um die Stärken unserer erneuerbaren Energiepotentiale zusammen zu bringen.
Grüne in Schleswig-Holstein

